Im Windschatten der Inflation plant Vonovia drastische Mieterhöhungen.

Im Windschatten der Inflation plant Vonovia drastische Mieterhöhungen.

Während zurzeit die Lebenshaltungskosten drastisch steigen und dadurch besonders die Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen stark belastet werden, geht es den Aktionären von Vonovia sehr gut. An sie hat der Konzern allein im Jahr 2021 1,3 Milliarden Euro ausgeschüttet, d.h. 1,66 Euro Dividende pro Aktie. Doch das scheint immer noch nicht zu reichen.

Im Windschatten der Inflation kündigt Rolf Buch, Chef des Immobilienkonzerns, vierprozentige Mieterhöhungen an. „Wenn die Inflation dauerhaft bei vier Prozent liegt, müssen auch die Mieten jährlich dementsprechend ansteigen“, sagte er im Handelsblatt. Nach dieser Logik müssten die Mieten bei der derzeitigen Inflationsrate von 8 Prozent inzwischen um 8 Prozent erhöht werden.

Da viele Ökonomen davon ausgehen, dass die Inflationsrate auch in den kommenden Jahren hoch bleibt, müssten die Mieten nach Buch auch in Zukunft entsprechend steigen.

Was sich aber absehbar nicht in gleichem Maße erhöhen wird, sind die niedrigen und mittleren Einkommen. Für viele dieser Haushalte droht durch die Kostenexplosion bei den Heizkosten, den Lebensmittelpreisen und steigenden Mieten ohnehin das Abrutschen in die Armut. Eine ständige Mietpreiserhöhung, die sich an der Inflationsrate orientiert, würde diese Entwicklung dramatisch verschärfen.

Hier wird noch einmal besonders deutlich, wie wichtig die Möglichkeit eines bundesweiten Mietendeckels und die Enteignung großer Immobilienkonzerne ist.

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